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Zeitgeschichte von Spanien |
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Spanien unter Franco In den 40er Jahre kam es in Spanien nach dem Bürgerkrieg und 2.Weltkrieg zu einer schweren Wirtschaftskrise. Das Land wurde eisern vom Diktator Franco regiert, jede Opposition wurde unterdrückt. Dennoch brauchte der Nationalist Franco Erfolge um an der Macht zu bleiben. Mit der Erlaubnis zum Bau von amerikanischen Basen in Spanien fand er einen mächtigen Freund für sein Land. In den 50er Jahren ging es wirtschaftlich aufwärts, viele sprechen gar von einem Wirtschaftswunder - eher waren es aber die Millarden Hilfsgelder von den neuen amerikanischen Freunden, welche Spanien boomen ließen. Handelbeschränkungen gegen das faschistisch regierte Land wurden aufgehoben, Spanien durfte 1955 in die UNO beitreten.
Spanien in der Demokratie Franco saß bis zu seinem Tode fest im Sattel. Am 20.11.1975 war es dann endlich so weit: Franco starb, nachdem er 36 Jahre lang der Diktator Spaniens war. Vor allem der junge König Juan Carlos verhalf Spanien danach zur Demokratie. Im nächsten Jahr wurden oppositionelle Parteien legalisiert, 1977 fanden die ersten freien Wahlen statt. Seither ist Spanien eine stabile Demokratie, welche ähnlich wie Großbritanien einen König als formale oberste Staatsgewalt hat. Die Zeit von den 80er Jahre bis heute sind von einer ökonomischen Erfolgsgeschichte gekennzeichnet. Sowohl unter linken als auch unter bürgerlichen Regierungen wuchs die Wirtschaft und Spanien wurde zu einem voll entwickelten Industrieland. Heute sind die Löhne nur noch wenige Prozent unter denen in Mitteleuropa. Auch das Sozialsystem, allen voran das in weiten Teilen kostenlose Gesundheitssystem, kann mit den reichen Ländern der Welt nun beinahe mithalten. Geprägt durch die Franco-Vergangenheit wurde Spanien zu einem eher links-liberalen Land mit auffallend vielen Bürgerrechten, einer demokratischen Polizei und westlichem Rechtssystem. Ein großes Problem hat Spanien jedoch: Das Land leitet seit Jahrzehnten unter einer hohen Arbeitslosigkeit von oft über 20%. Gelang es in den letzten Jahren die Arbeitslosenquote deutlich zu senken, wurden diese Erfolge durch die Weltwirtschaftkrise 2009 wieder zunichte gemacht. Derzeit (Anfang 2010) nähert sich die Arbeitslosenquote wieder der 20%-Marke.
Der 11.März 2004 war der wohl traurigste Tag in der jüngeren spanischen Geschichte: Bei mehreren gleichzeitigen Bombenexplosionen in Zügen in und um Madrid wurden 191 Menschen getötet und mehr als 1000 verletzt. Wenige Tage später gewann der Sozialist Zapatero die Parlamentswahl, welcher in seinen ersten Monaten im Amt die spansichen Truppen aus dem irak, entgegen den amerikanischen Willen, zurückzog. 1982 trat Spanien der NATO bei, 1986 der Europäischen Union (damals noch EG). Das Land ist Gründungsmitglied des Euro. Zu den Highlights der jüngeren Geschichte gehören sicherlich auch die Ausrichtung der Fußball-WM 1982 und der Sommerolympiade in Barcelona 1992.
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