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Neuzeit von Spanien: 1500 bis zum 2.Weltkrieg |
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Habsburger (etwa 1500 - 1700) In der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts eroberte Spanien weite Teile von Amerika. Cortes unterwarf auf brutale Weise die Azteken, Pizarro die Inkas. Viele Rechtümer wurden nach Europa geschafft. Zu Hause wurde Spanien der Mittelpunkt einer extrem katholischen ausgerichteten Politik. Der Versuch, England der katholischen Kirche wieder zu unterwerfen, scheiterte 1588 mit dem Untergang der spanischen Schiffe Armada. Nach dem Achtzigjährigen Krieg musste Spanien 1648 im Westfälischen Frieden die Unabhängigkeit der Niederlande und in Deutschland die Gleichberechtigung der Protestanten anerkennen. Die Habsburger verloren 1700 die Herrschaft über Spanien, was als Resultat ihrer selbstmörderischen katholisch-absolutistischen Politik angesehen werden kann.
Spanien im 18 Jahrhundert Der erste Bourbonenkönig (König französischer Herkunft) brachte doch aus seiner Heimat ein ganz anderes Regierungssystem und neue Kräfte in das zerrüttete Staatswesen. Alle die einheitliche Staatsgewalt hemmenden Missbräuche wurden beseitigt, Handel und Gewerbe, Wissenschaft und Kunst wurden gefördert. Das Land brachte dies einen bedeutenden Aufschwung. Nachdem Spanien dem Sturz der Bourbonen in Frankreich untätig zugesehen, wurde es 1793 doch durch die Hinrichtung Ludwigs XVI. und die Insulten des Konvents veranlaßt, Frankreich den Krieg zu erklären. 1795 kam es zum Frieden von Basel. Dannach rutschte das Land zunehmend in die Abhängigkeit von Frankreich. Spanien im 19. Jahrhundert 1808 wurde der Bruder Napoleons, Joseph, zum König von Spanien ernannt. Spanien fühlte sich unter der Fremdherrschaft gedemütigt und akzeptierte die Neuerungen nicht, die Napoleon dem Land bringen wollte. 1812 schaffte die Cortes die erste moderne Verfassung Spaniens, formlos La Pepa genannt. Bereits 1813 wurde die Unabhängigkeit wieder gänzlich hergestellt. 1898 verlor Spanien die meisten seiner kolonialen Besitzungen. Nachdem schon 1895 auf Kuba der Unabhängigkeitskrieg ausgebrochen war, gingen Kuba, die Philippinen und Puerto Rico an die USA verloren. Spaniens Kolonien beschränkten sich nur noch auf Marokko, die Westsahara und Äquatorialguinea. Spanien im 20. Jahrhundert bis zum 2.Weltkrieg Im Ersten Weltkrieg blieb Spanien neutral. Die Mishandlung der Maurischen Bevölkerung in Marokko führte 1921 zu einem Aufstand und dem Verlust fast aller nordafrikanischen Kolonien. Der spanische Bürgerkrieg, zwischen Juli 1936 und April 1939, führte zur bis 1975 folgeden Diktatur Francos. In dem grausamen Bürgerkrieg u.a. unter der Beteilung von Nazi-Deutschland, starben mehrere hunderttausend Menschen. Im 2. Weltkrieg versprach Franco Hitler immer wieder Hilfe, was aber nie wirklich geschah. Gegen Ende des Krieges griffen französische Einheiten Francos Spanien an. Das geschwächte Frankreich war jedoch Francos Truppen deutlich unterlegen.
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